Lübeck

Die historische Hansestadt Lübeck, die über 210.000 Einwohner verfügt, liegt nahe der Grenze zu Mecklenburg an der Ostseeküste. Die ersten Siedler im Stadtgebiet waren Slawen, die der um das Jahr 800 n. Chr. gegründeten Ortschaft den Namen Liubice ("Liebliche") gaben. Soester Stadtrecht galt in Lübeck ab 1160. Im Jahr 1361 erhielt die Stadt an der Trave den Rang des Hauptortes der Hanse. 1815 wurde sie innerhalb des Deutschen Bundes völkerrechtlich souverän, bis sie 1871 im Deutschen Reich aufging.

Die Wirtschaft der Hansestadt kann sich auf den größten Hafen im gesamten Ostseeraum stützen. Der größte deutsche Fährhafen befindet sich im Stadtteil Travemünde. Die früher stark vertretene Schwerindustrie hat die Travestadt weitgehend verlassen. Traditionell bedeutsam ist die Medizintechnik-Branche, die von der Nähe zur Universität profitiert. Viele bekannte Lebensmittelunternehmen haben sich in Lübeck niedergelassen. Mit mehreren Technologiezentren fördert die Hansestadt die künftige Entwicklung der Wirtschaft.
Lübeck
 
Die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Altstadt ist wichtiger Bestandteil der Kultur der Ostseestadt. Zu den Altstadt-Sehenswürdigkeiten gehören das Burgkloster, das aus dem 13. Jahrhundert stammende Stadtviertel Koberg und das Rathaus. Die Stadt der Kultur ist wichtiger Standort des sommerlichen Schleswig-Holstein Musik Festivals. Die Kirchen der Hansestadt sind Veranstaltungsort renommierter Orgelkonzert-Veranstaltungen. Der Schwerpunkt des Theaters Lübeck liegt auf Opernvorführungen.
 
Die großräumigen Wald-, Grün- und Wasserflächen halten ein reichhaltiges Angebot für die Freizeit bereit. Wanderrouten laden rund um die nahen Wasserwege zur Erkundung der Landschaft ein. Die Travestadt verfügt mit dem "Freibad an der Falkenwiese" über ein Flussschwimmbad, das 1899 eröffnet wurde. Auch der nicht weit entferne Ratzeburger See und der Naturpark Lauenburgische Seen verlocken zu einem Tagesausflug in der Freizeit.